28. Mai 2026

Wirtschaftsmotor Austria Center Vienna: Rekordjahr 2025 bringt 445 Millionen Euro für Österreich

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ACV.at, Walter Luttenberger

Mit 78 Veranstaltungen und rund 190.000 Teilnehmer:innen – darunter jeder dritte internationale Kongressgast in Wien – verzeichnete das Austria Center Vienna 2025 ein außergewöhnlich starkes Geschäftsjahr. Die Umsatzerlöse erreichten dabei einen Spitzenwert von 25,9 Mio. Euro. Die enorme Hebelwirkung für die Wirtschaft untermauert eine aktuelle EcoAustria-Studie, die den ökonomischen Gesamtimpact auf 445 Mio. Euro BIP-Wirkung für Österreich beziffert.

Wien behauptet sich konstant an der Weltspitze der Kongressdestinationen und das Austria Center Vienna ist ein zentraler Treiber dieser Entwicklung. Nach der planmäßigen Modernisierung der Veranstaltungsebene -2 im Jahr 2024 stand das Haus 2025 wieder mit voller Kapazität zur Verfügung. Die internationale Nachfrage zog daraufhin sprunghaft an.

„Wir sind sehr stolz auf dieses außergewöhnliche Ergebnis“, erklärt Dr. Susanne Baumann-Söllner, Vorständin für Kongressmanagement und Sprecherin des Vorstands des Austria Center Vienna. „Die Zahlen zeigen eindrucksvoll: Durch die Modernisierung spielen wir international in der absoluten Top-Liga. Dass mittlerweile jeder dritte internationale Kongressgast in Wien unser Haus besucht, beweist, dass wir mit unserer modernen, digitalisierten Infrastruktur und unserem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit genau den Nerv der weltweiten Veranstalter treffen. Absolute Premium-Qualität und ökologische Verantwortung gehen bei uns Hand in Hand.“

Veranstaltungsjahr 2025: Volle Kapazität und starke Nachfrage

Nach dem planmäßigen Abschluss der Modernisierungsarbeiten operierte das Austria Center Vienna 2025 erstmals wieder mit voller Kapazität. Die erneuerte Gebäudeinfrastruktur – darunter ein vollständig digitalisiertes Gebäudemanagementsystem und neue immersive Veranstaltungstechnik – bildet die Grundlage für effizientere Abläufe und ein erweitertes Veranstaltungsangebot.

„Die Modernisierung war kein Selbstzweck, sondern eine gezielte Investition in Betriebseffizienz und Energieleistung”, erklärt Dr. Michael Rotter, Vorstand für Gebäude- und Liegenschaftsverwaltung. „2025 konnten wir diese Investition erstmals in vollem Umfang nutzen.”

Die Umsatzerlöse aus Veranstaltungen (inklusive Partnerprovisionen) stiegen auf ein neues Rekordniveau von 25,9 Mio. Euro – eine Steigerung von rund 68 Prozent gegenüber dem Vorjahr (15,4 Mio. Euro). Auch die Zufriedenheit der Kund:innen unterstreicht diese Entwicklung: Mit einem Net Promoter Score (NPS) von 75 liegt das Austria Center Vienna im internationalen Spitzenfeld und zählt zu den leistungsstärksten Kongresszentren weltweit. Ergänzt wird dieses Bild durch eine hervorragende öffentliche Wahrnehmung mit einer Google-Bewertung von 4,5 von 5 Sternen auf Basis von über 10.000 Rezensionen.

Das Programm spiegelt die enorme Bandbreite und die vielseitige Leistungsfähigkeit des Hauses wider, das sich 2025 in zwei Kernbereichen als globale Top-Plattform bewiesen hat:

  • Exzellenz bei wissenschaftlichen Kongressen: Neben den etablierten Flaggschiffen ECR (European Congress of Radiology) und EGU (European Geosciences Union General As-sembly) zählten das ESA Living Planet Symposium und der ERA-Kongress zu den prägenden Veranstaltungen. Diese international bedeutenden Großkongresse zeichnen sich durch nachhaltige Legacy-Projekte aus, die weit über den eigentlichen Kongresszeitraum hinauswirken.
  • Starke Impulse im Corporate-Bereich: Im hochkarätigen Unternehmenssegment setzten Veranstaltungen von globalen Branchenführern wie PwC oder der HPE Tech Jam neue Maßstäbe für strategischen Austausch, Inszenierung und digitale Erlebniswelten.

EcoAustria-Studie: 445 Mio. Euro BIP-Wirkung für den Standort

Was diese Veranstaltungen konkret für das Land bedeuten, belegt eine aktuelle Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria (April 2026). Die ökonomischen Gesamteffekte des ACV-Betriebs haben sich seit 2012 (damals 170 Mio. Euro), auch inflationsbereinigt, mehr als verdoppelt.

Die Ergebnisse der Input-Output-Analyse im Überblick:

  • 445 Mio. Euro BIP-Wirkung in Österreich (rund 0,1 Prozent des gesamten heimischen BIP 2025).
  • 398 Mio. Euro Bruttowertschöpfung im Inland (weitere 294 Mio. Euro im Ausland).
  • 3.950 Vollzeit-Arbeitsplätze wurden gesichert oder neu geschaffen.
  • 180 Mio. Euro flossen in Form von Steuern und Abgaben an die öffentliche Hand zurück

Besonders stark profitiert die heimische Tourismus- und Freizeitbranche: Allein auf die Beherbergung und Gastronomie entfallen 21,8 Prozent der gesamten Wertschöpfungswirkung. Weitere Hauptprofiteure sind der Handel, wirtschaftliche Dienstleistungen sowie die Kreativwirtschaft.

„Die Zahlen der EcoAustria-Studie untermauern, was sich in der täglichen Praxis zeigt: Das Austria Center Vienna ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und setzt wesentliche Wertschöpfungsimpulse für ganz Österreich. Jeder Euro, der in unser Haus fließt, wirkt mehrfach in den heimischen Betrieben zurück – von der Hotellerie und Gastronomie über den Handel bis hin zu wissenschaftlichen Netzwerken“, erklärt Susanne Baumann-Söllner. Diese tragende Rolle spiegelt sich auch im offiziellen Wiener Meeting Industry Report wider, der das ACV als das am häufigsten genutzte Konferenzzentrum Wiens für internationale Kongresse ausweist.

Green Conference Centre: Rekord bei nachhaltigen Veranstaltungen

Seit 2014 positioniert sich das Austria Center Vienna als Österreichs erstes zertifiziertes Green Conference Centre. Mit 20 als Green Meeting oder Green Event zertifizierten Veranstaltungen wurde 2025 ein neuer historischer Höchstwert erzielt. Zudem setzt das Haus bereits seit 2021 ein erfolgreiches Kreislaufprojekt um: In Kooperation mit Wien Energie wird Abwärme aus der Kälte-anlage in das Wiener Fernwärmenetz eingespeist, was rechnerisch rund 2.000 Haushalte mit nachhaltiger Wärme versorgt.

„Nachhaltigkeit ist für uns kein Add-on, sondern fest in unserem Infrastrukturmanagement ver-ankert – und eine langfristige strategische Entscheidung. Mit der neuen Photovoltaikanlage und Lösungen wie der Abwärmerückgewinnung schaffen wir die technische Basis, um unseren Energieverbrauch systematisch zu senken und damit sowohl unsere Umweltbilanz als auch unsere Wettbewerbsfähigkeit als Veranstaltungsstandort zu stärken”, unterstreicht Dr. Michael Rotter.

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