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01.07.2016 Österreichische Skiforscher setzen geändertes Reglement im Profibereich durch und reduzieren schwere Verletzungszahlen binnen 4 Jahren um 24 Prozent

Dr. Müller

Beim ECSS-Kongress von 6. - 9. Juli im Austria Center Vienna präsentieren Österreichische Forscher Forschungsergebnisse zu optimalen Taillierungsgraden und Längen für Ski sowie die positiven Auswirkungen des Skifahrens auf die Gesundheit im Alter.

  • Selbstüberschätzung und falsches Material als wesentliche Verletzungsrisiken

  • Österreichische Studie führte zu Änderung des FIS-Reglements zu Taillierungsradius, Länge und Breite der Ski: 24 Prozent weniger an schweren Verletzungen innerhalb der letzten 4 Jahre

  • Innerhalb der letzten 15 Jahre Halbierung des Unfallrisikos im Freizeitskilauf dank optimiertem Material und moderaterem Fahren

  • Positiver Effekt belegt: Skifahren im Alter fördert Gesundheit

„Durch grundlegende Änderungen des Taillierungsradius, der Länge und Breite von Skis wurde die Gesamtzahl an Verletzungen im professionellen Skisport signifikant reduziert“, so Univ. Prof. Dr. Erich Müller, der den Fachbereich Sport- und Bewegungswissenschaft sowie das Christian Doppler Labor Biomechanics in Skiing in Salzburg leitet und als Vorstandsmitglied beim ECSS Kongress fungiert. Aufgrund seiner aktuellen Studie konnten gemeinsam mit der FIS die Auslöser von schweren Verletzungen erkannt werden. Neben Selbstüberschätzung wurde die Ausrüstung als wesentlicher Risikofaktor erkannt und mit einer Veränderung des Taillierungsgrades von Ski gegengesteuert. „Durch unsere Ergebnisse wurden vor vier Jahren die Reglements im Leistungs-Skisport geändert. Danach hat sich die Anzahl an schweren Verletzungen im Leistungssport um 24 Prozent reduziert. Es konnte die Aggressivität im Fahrverhalten der Ski verringert werden, die Fahrer übernehmen nun selbst wieder mehr Verantwortung“, so Müller. Auch im Breitensport konnte durch das neu gewonnene Materialwissen und die daraus entstandene technische Weiterentwicklungen das Verletzungsrisiko minimiert werden.

Skifahren weniger gefährlich als gedacht

Grundsätzlich ist auch für Breitensportler das Risiko einer Verletzung in den letzten Jahre gesunken, das kann durch das richtige Material und moderates Fahren weiter minimiert werden. „Vor 15 Jahren war das Risiko sich zu verletzten doppelt so hoch wie heute. Wir konnten im Rahmen einer weiteren Studie sogar belegen, dass auch mit dem – zu Unrecht als Risikosportart angesehenen – Skifahren, der Körper in jedem Alter fit gehalten werden kann. Der positive Effekt gilt sowohl für die körperliche Gesamtverfassung, das heißt die Ausdauer und Muskelfunktion werden gestärkt, als auch für den psychische Zustand. Skifahren erfordert Konzentration und Körperbeherrschung, kann aber auch moderat umgesetzt werden“, so Müller.

Österreichs Lieblingssport Skifahren: Kein Risiko im Alter

Bei der Studie wurden bei 28 Personen zwischen 62 und 76 Jahren eine Reihe positiver Auswirkungen feststellen, Conclusio: Das Skifahren hält den Körper auch im Alter fit. „Neben gemessenen körperlichen Verbesserungen konnte auch das subjektive Wohlbefinden gesteigert werden. Unsere Testpersonen gaben an, durch das Skifahren deutlich mehr Lebenswillen zu verspüren“, so Müller.

Über den ECSS
Der ECSS-Kongress ist der weltweit größte multidisziplinäre Sportwissenschafts-Kongress, der von 6.-9. Juli zum ersten Mal in Wien stattfindet. Unter dem Leitsatz „Crossing borders through Sport Science“ treffen im Austria Center Vienna mehr als 2.700 SportwissenschaftlerInnen aufeinander, um sportwissenschaftliche Innovationen zu besprechen und zu netzwerken. Bereits zum 21. Mal wird der Sportwissenschafts-Kongress des European College of Sport Science veranstaltet, dieses Jahr unter der Schirmherrschaft des Kongresspräsidenten Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Arnold Baca.

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Pressetext
Saal ABC Kongress mit TeilnehmerInnen (c) IAKW-AG, Ludwig Schedl
Panorama Austria Center Vienna (c) IAKW-AG
Prof. Dr. Thomas Dorner (c) Thomas Dorner


Über die IAKW-AG
Die IAKW-AG (Internationales Amtssitz- und Konferenzzentrum Wien, Aktiengesellschaft) ist verantwortlich für die Erhaltung des Vienna International Centre (VIC) und den Betrieb des Austria Center Vienna. Das Austria Center Vienna ist mit 24 Sälen, 180 Meetingräumen sowie rund 22.000 m2 Ausstellungsfläche Österreichs größtes Kongresszentrum und gehört zu den Top-Playern im internationalen Kongresswesen. Die IAKW-AG und damit das Austria Center Vienna stehen unter der Leitung von Vorständin Dr. Susanne Baumann-Söllner. 

Kontakt
IAKW-AG – Austria Center Vienna
Mag. Elena Hajek
Pressesprecherin                                           
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