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09.11.2016 Public Health – unsere Gesundheit geht über die medizinische Versorgung weit hinaus 

Prof. Dorner

Das Bewusstsein für einen gesunden Lebenswandel und die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen müssen stimmen. Was Menschen wirklich gesund hält, diskutieren 1.800 Public-Health-Experten im Rahmen der 9th European Public Health Conference, die von 9. bis 12. November 2016 im Austria Center Vienna stattfindet. Das Thema Gesundheit muss sowohl im Alltag als auch in politischen Entscheidungsprozessen vermehrt Einzug finden um die Rahmenbedingungen zu verbessern, so der Tenor. 

Ein gewaltfreies Umfeld, eine intakte Umwelt und gesunde Nahrungsmittel


"Damit die Menschen wirklich in Gesundheit leben können braucht es wesentlich mehr als eine gute medizinische Versorgung. Im Alltag und in den politischen Entscheidungsprozessen wird darauf oft vergessen. Bereits vor 30 Jahren wurde in der sogenannten ‘Ottawa Charter‘ festgehalten, was wirklich maßgeblich zur Gesundheit beiträgt: Frieden und ein Leben ohne Gewalt, sowohl im öffentlichen Leben als auch in den Familien. Elementar sind auch leistbare und gesunde Nahrung, Bildung für alle – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Religion sowie ein gesundes Ökosystem inklusive reinem Wasser. Auch ein politisches System welches einen hohen Grad an sozialem Schutz für alle bietet, Arbeitsbedingungen die die Gesundheit der Bevölkerung schützen und eine fürsorgliche Kindheit mit liebevoller Unterstützung zählen zu jenen Voraussetzungen, die die Basis für eine gesunde Bevölkerung bilden“, so Tagungspräsident Prof. Dr. Thomas Dorner, Vorstand der Österreichischen Public Health Gesellschaft.

Die Vienna Declaration – der aktuelle Leitfaden für mehr Gesundheit

Bei der diesjährigen European Public Health Konferenz wird unter anderem eine Handlungsempfehlung, 30 Jahre nach der Ottawa Charter, präsentiert – die Vienna Declaration. Diese Erklärung bietet somit einen aktuellen Leitfaden für alle politisch Verantwortlichen und Entscheidungsträger, wie allgemeine Gesundheit am effizientesten erreicht werden könnte.

Zentrale Fragestellungen unserer Gesellschaft werden thematisiert

Im Rahmen der internationalen Konferenz werden im Austria Center Vienna 30 erfolgreiche Public Health Projekte der MedUni Wien sowie aktuelle Studien präsentiert und diskutiert. Die Bandbreite der Themen reicht von Raucherentwöhnung und Lebensqualität, onkologische Rehabilitation in Österreich, über Studien zur erhöhten Risikobereitschaft von SUV-Fahrern im Straßenverkehr, Bewegung bei Kindern und Jugendlichen, den Auswirkung von Smartphones und Tablets im Schlafzimmer auf die Qualität des Schlafs bis zu den negativen Auswirkungen von Einsamkeit bei älteren Menschen.

Gesund im Alter mit Ernährungs- und Bewegungsprogrammen

Den körperlichen und geistigen Effekten der sozialen Isolation von Älteren wirkt das Projekt „Gesund fürs Leben“ der MedUni Wien (Institut für Sozialmedizin) gemeinsam mit dem Wiener Hilfswerk und der Sportunion Österreich entgegen. Da viele ältere Menschen alleine leben und kaum ihre Wohnung verlassen, sind Ernährungs- und Bewegungsprogramme, die auf soziale Unterstützung setzen, ein gutes Mittel zur Vorbeugung und Reduktion von Gebrechlichkeit. Das Setting: Ehrenamtliche, geschulte Freiwillige besuchen gebrechliche mangelernährte Personen (Durchschnittsalter 83 Jahre) zweimal wöchentlich in ihren Wohnungen, trainieren gemeinsam mit ihnen mit einem Theraband und thematisieren Ernährungsaspekte. Das Ergebnis: „Es zeigte sich eine deutliche Verbesserung im Frailty-Status (misst die Gebrechlichkeit), und beim Mangelernährungsrisiko und belegt, dass gesunde Ernährung und körperliche Aktivität vor allem im Alter eine besondere Bedeutung zur Förderung der Gesundheit, des Wohlbefindens und der Aufrechterhaltung der Selbständigkeit haben“, so Dorner.

Integration von Bewegungsangeboten in den Public Health Kongress

Unter dem Motto “All for Health, Health for All” werden beim Public Health Kongress wissenschaftliche Inhalte nicht nur theoretisch behandelt, sondern auch aktiv praktiziert. So wird den TeilnehmerInnen ein eigenes Sport- und Fitnessprogramm geboten. Ausgebildete TrainerInnen und verschiedene Indoor-Trainingsgeräte wie Fahrräder, Pilates- und Yoga-Matten sowie Therabänder stehen für die sportliche Betätigung zwischen den Vorträgen zur Verfügung. Auch eine Fitnesseinheit mit Dehnungs- und Kräftigungsübungen in der Eingangshalle des Austria Center Vienna wird angeboten.

Weitere Informationen zum Kongress: https://ephconference.eu Gleichzeitig findet auch die 19. wissenschaftliche Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Public Health (ÖGPH) unter dem Titel „Integrierte Gesundheit – Integrierte Versorgung“ statt (9./10.11.). www.oeph.at 

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Pressetext
Saal ABC Kongress mit TeilnehmerInnen (c) IAKW-AG, Ludwig Schedl
Panorama Austria Center Vienna (c) IAKW-AG
Prof. Dr. Thomas Dorner (c) Thomas Dorner


Über die IAKW-AG
Die IAKW-AG (Internationales Amtssitz- und Konferenzzentrum Wien, Aktiengesellschaft) ist verantwortlich für die Erhaltung des Vienna International Centre (VIC) und den Betrieb des Austria Center Vienna. Das Austria Center Vienna ist mit 24 Sälen, 180 Meetingräumen sowie rund 22.000 m2 Ausstellungsfläche Österreichs größtes Kongresszentrum und gehört zu den Top-Playern im internationalen Kongresswesen. Die IAKW-AG und damit das Austria Center Vienna stehen unter der Leitung von Vorständin Dr. Susanne Baumann-Söllner. 

Kontakt
IAKW-AG – Austria Center Vienna
Mag. Elena Hajek
Pressesprecherin                                           
+43-1-26069-386
elena.hajek@acv.at